Nervensystem
Wie Frauen in Führung ihr Nervensystem als Ressource nutzen können
Führungsstärke beginnt im Nervensystem
Frauen in Führungspositionen jonglieren oft auf mehreren Ebenen: berufliche Verantwortung, gesellschaftliche Erwartungen, mentale Last. Kein Wunder, dass sie häufiger von stressbedingten Beschwerden betroffen sind als Männer – von Erschöpfung bis hin zu chronischer Anspannung. Dies hängt mit biologischen und sozialen Faktoren zusammen, darunter Unterschiede in der Stressverarbeitung und Rollenerwartungen (1).
Doch Stress ist kein Zeichen von persönlichem Versagen. Es ist eine biologische Realität. Und genau hier setzt der entscheidende Hebel an: dein Nervensystem.
Was dein Nervensystem mit Leadership zu tun hat
Das autonome Nervensystem (ANS) ist dein unsichtbarer Dirigent. Es steuert Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung und Muskelspannung – und entscheidet in Sekundenbruchteilen, ob du in den „Ich pack das“-Modus gehst oder in den „Flucht oder Freeze“-Modus rutschst.
Es gibt zwei Hauptakteure:
Sympathikus: Dein innerer Beschleuniger. Er aktiviert Kampf- oder Fluchtreaktionen.
Parasympathikus: Dein innerer Regenerator. Er sorgt für Entspannung und Erholung.
Dauerstress hält deinen Sympathikus in Daueralarm – mit Folgen: Schlafstörungen, Reizbarkeit, Gedankenkreisen. Und ja, das beeinflusst, wie du führst. Wer permanent unter Druck steht, reagiert eher aus dem Reflex heraus als aus Klarheit und Souveränität. Symptome wie Schlafstörungen, Reizbarkeit und Gedankenkreisen sind typische Folgen (2).
Warum Frauen in Führung besonders betroffen sind
Frauen in Leadership-Positionen haben nicht nur Business-Ziele im Kopf, sondern kämpfen oft gegen unsichtbare Hürden:
Gesellschaftliche Erwartungen: Frauen stehen unter Druck, sowohl beruflich als auch privat perfekt zu sein. Studien belegen, dass Frauen häufiger mit Rollenkonflikten konfrontiert werden, die Stress verstärken können (3).
Impostor-Syndrom: „Habe ich mir das wirklich verdient?“ Diese innere Unsicherheit ist weit verbreitet und kann das Nervensystem in Daueralarm versetzen (4).
Biologische Faktoren: Frauen berichten häufiger von subjektivem Stress, während Männer stärkere physiologische Reaktionen zeigen. Heißt: Frauen fühlen den Stress intensiver – und verarbeiten ihn oft über Anpassung statt Abgrenzung (5).
Nervensystem-Regulation: Dein Leadership-Upgrade
Die gute Nachricht? Dein Nervensystem ist formbar. Es kann lernen, schneller aus dem Stressmodus in die Regeneration zu wechseln.
Hier sind vier einfache, aber wirksame Strategien:
🔸 Atemtechniken: Verlängertes Ausatmen (4 Sekunden einatmen - 7 halten - 8 ausatmen) aktiviert den Parasympathikus – dein natürlicher Ruhemodus (7).
🔸 Bewegung: Schon 10 Minuten Bewegung senken Stresshormone und bringen dich aus dem Kopf zurück in den Körper. Regelmäßige körperliche Aktivität reduziert Stresshormone wie Cortisol (8).
🔸 Kältereize: Kaltes Wasser im Gesicht oder eine kurze kalte Dusche stimuliert den Vagusnerv – und bringt dein System von „Alarm“ auf „alles gut“ (9).
🔸 Power-Posing? Jein. Amy Cuddys Theorie ist umstritten, aber: Eine offene, aufrechte Körperhaltung sendet Signale ans Gehirn, die innere Stabilität verstärken (10).
Alltagstaugliche Routinen für starke Nerven
Um langfristig Resilienz aufzubauen, können folgende Strategien helfen:
Morgenroutine: Bewegung und bewusste Atmung fördern Fokus.
Abendroutine: Digital Detox, kurze Nervensystem-Übung – um aus dem High-Performance-Modus rauszukommen.
Nervennahrung: Magnesiumreiche Lebensmittel (z. B. Nüsse) sowie Omega-3-Fettsäuren fördern die Stressresistenz (11).
Soziale Unterstützung: Sich austauschen, ehrlich sein – Leadership bedeutet nicht, alles allein zu tragen.
Fazit: Dein Nervensystem ist dein Erfolgshebel
Resilienz beginnt im Körper. Wer sein Nervensystem regulieren kann, reagiert nicht nur weniger gestresst, sondern führt auch mit mehr Klarheit, Ruhe und Präsenz.
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23.03.2025